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Besuch auf dem Akre Gård – Eine kulinarische Reise in die Vergangenheit

Besuch auf dem Akre Gård – Eine kulinarische Reise in die Vergangenheit

Mit dem Akre Gård im winzigen norwegischen Dörfchen Galåsen (nur 11 Einwohner!) betreibt Synnøve Galaasen Olsen ein kleines, untypisches Restaurant. Bei der Lokalbevölkerung der Region Trysil nahe der schwedischen Grenze und erst recht bei Touristen gilt Akre Gård als absoluter Geheimtipp für ein unvergessliches Geschmackserlebnis.

Antik trifft modern

Synnøve Galaasen Olsen empfängt ihre Gäste.

Synnøve Galaasen Olsen empfängt ihre Gäste.

Wer spontan bei Synnøve auf dem Akre Gård vor der Tür steht, hat schlechte Karten tatsächlich eines der 4-,5-,6- oder 7-Gänge Menüs zu verspeisen. Denn Synnøve arbeitet nur auf Bestellung und die ist mindestens drei Tage im Voraus abzugeben. Schließlich bekommt jeder Gast bei Akre Gård von Synnøve nicht nur köstliches Essen geboten, sondern auch Informationen über die Geschichte des Hofes, der Region, und eine Erklärung, was da genau auf dem Teller liegt. Und das mit viel Liebe zum Detail. Die erkennt man auch, sobald man das Wohnzimmer, das heute als Speisezimmer dient, betritt. Hier treffen antike Erinnerungsstücke wie Bilder der Ur-Ur-Großeltern, Trinkgläser von 1899, oder alte Kinderschuhe auf neuen Fußboden, eine moderne Heizung und eine technisch hochwertig ausgestattete Küche. Sogar der Besuch der Toilette gleicht einer Reise zurück in die Vergangenheit!

Die „Waldfinnen“

Auch das Badezimmer lädt zum Verweilen ein.

Auch das Badezimmer lädt zum Verweilen ein.

Synnøve Galaasen Olsen hat am 1. Januar 2013 den Hof von ihren Eltern übernommen und führt ihn in fünfter Generation. Außerdem stammt sie in der 11. Generation von den „Waldfinnen“ ab, die in der Mitte des 17. Jahrhunderts den Ort Galåsen gegründet haben. Alte Traditionen, Geschichten und Rezepte fließen deshalb in ihre Menüs und deren Präsentation mit ein. Außerdem schlüpft sie selbst zwischendurch in die Rolle ihrer Urahnen.

Als Zutaten verwendet sie vor allem regionale Produkte von benachbarten Bauernhöfen und was sie vor ihrer Haustür, in der Natur findet. Dass sie das diesjährige „Aschenputtel“ geworden ist, bestätigt ihr einzigartiges Konzept: Der Askeladdprisen wird jährlich von der Norwegischen Landwirtschaftsvereinigung (Norges Bondelag og Landkreditt SA) an Jungunternehmer unter 35 Jahren vergeben, die dabei sind, ein Gewerbe in einer ländlichen Gegend zu etablieren, oder es bereits geschafft haben.

Käsevariationen aus Ziegenmilch, darunter Pultost, ein traditioneller norwegischer Sauermilchkäse (ähnlich bekannt und traditionell wie der Gammelost), der mit Kümmel gewürzt wird. (auf dem Bild ist es der im weißen Gefäß auf dem Käsebrett) Dazu gab es Moltebeerensirup, Fichtennadelsirup, Zucchinimarmelade, Aroniagelee mit Whisky (alles selbst gemacht) und Walnüsse.

Käsevariationen aus Ziegenmilch, darunter Pultost, ein traditioneller norwegischer Sauermilchkäse (ähnlich bekannt und traditionell wie der Gammelost), der mit Kümmel gewürzt wird. (auf dem Bild ist es der im weißen Gefäß auf dem Käsebrett) Dazu gab es Moltebeerensirup, Fichtennadelsirup, Zucchinimarmelade, Aroniagelee mit Whisky (alles selbst gemacht) und Walnüsse.

Selbstgemachte Köstlichkeiten

Bei unserem Besuch bekommen wir als Aperitif ein pinkfarbenes Getränk, das aus Wasser, Wodka und dem Saft von Waldweidenröschen besteht. Die Hauptspeise, Elchfleisch aus dem Nachbarwald, wird auf einem alten Ski serviert, zur Käseplatte werden selbst gemachte Sirups aus Moltebeeren und Fichtennadeln gereicht genau wie selbst gemachte Zucchinimarmelade. Zum Dessert gibt es Dickmilchpudding mit Moltebeerensuppe. Abgerundet wird das Menü mit lokalem Bier von der Finnskogens Mikrobrauerei, die etwas südlich von Trysil liegt.

Jeder Besuch wird zum einmaligen (Geschmacks)Erlebnis, denn Synnøve arbeitet und kocht nur mit den Zutaten, die die Natur und die Jahreszeit hergeben. Deshalb unser Tipp: Bei einem Urlaub in Trysil, undbedingt eine kulinarische Reise in die Vergangenheit bei Synnøve bestellen. Velbekomme!

Bisher gibt es die Homepage vom Akre Gård leider nur auf Norwegisch. Eine englische Version ist in Arbeit.

Alle Fotos: K. Bieda

Disclaimer: Der Besuch bei Synnøve und dem Akre Gård war Teil einer Pressereise nach Trysil, die wir Ende August 2014 für unseren Kunden Innovation Norway organisiert und durchgeführt haben.

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