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Pressereise „Kleinod Korsika“: Châtaigne, Cédrat, Myrte – und Fleisch

Pressereise „Kleinod Korsika“: Châtaigne, Cédrat, Myrte – und Fleisch

Urlaub auf einer Mittelmeerinsel – das bedeutet vor allem: Fisch essen. Falsch! Zumindest wenn die Rede von Korsika ist.

Selbstverständlich gab es auch einmal Fisch auf der Pressereise „Kleinod Korsika“, veranstaltet von Corsica Ferries und der korsischen Handelskammer Chambre de Commerce et d’Industrie territotiale de Bastia et de Haute-Corse (CCI). In der Lagune von Urbino an der Ostküste der Insel, der Costa Verde, sogar Austern, geräucherten Aal und kleine Langusten. Aber in der traditionellen korsischen Küche spielt vor allem Fleisch eine große Rolle.

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Traditionelle korsische Wurstplatte.

Denn die Korsen sind seit jeher ein Bergvolk. Entsprechend fleischhaltig sind die Speisekarten. Bekannteste Vorspeise: Wurst- und Fleischplatte. Dazu gehören vor allem verschiedene Salami und geräucherter Schinken vom Schwein.

Bis heute leben die korsischen Schweine wie die Kühe in den Alpen: Den Großteil des Jahres verbringen sie in den Bergen. Mit dem Unterschied, dass die grauen Schweine meist völlig unbeaufsichtigt durch die Gegend streifen. Im Herbst werden sie mit Kastanien gemästet, eingefangen und schließlich geschlachtet.

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Ein sättigender Nachtisch: Kastanienkuchen.

Kastanien sind aber keineswegs nur Tierfutter, sondern – ebenso wie die grauen Vierbeiner – korsisches Nationalgericht. „À la Châtaigne“ gibt es als Fond, Crème brulée, Suppe, Pastete, gefülltes Gebäck, Brotaufstrich, Kuchen, Eis und was der erfinderische Koch sonst noch daraus macht. Geschmacklich bestechen alle Produkte durch eine natürliche Süße.
Wer Gefallen an den Früchten der Buchengewächse gefunden hat, muss sich aber darauf gefasst machen, dass er nicht grenzenlos schlemmen kann. Denn Châtaignes sind äußerst nahrhaft und sättigen schnell. Bei der Verdauung hilft ein Pietra, das korsische Kastanienbier, ein Likör oder „Eau de vie“ (frz. für Schnaps) – à la châtaigne versteht sich. Saluté!, wie der Korse sagt.

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Im Geschmack nicht ganz so herb, dafür schön süffig: Das korsische Kastanienbier.

Stolz sind die Korsen außerdem darauf, dass sämtliche – mehr als 250 – Zitronenarten, auf ihrer Insel gedeihen. Unter ihnen auch die Cédrat, die Zitronatzitrone. Frisch wird die Frucht mit der dicken Schale nur selten verwendet, sie eignet sich aber ebenfalls wunderbar für Likör, ebenso für Marmelade, als Kuchenzutat oder ätherisches Öl.

Auch aus den Blättern der Myrte, einem immergrünen Strauch, gewinnen die Korsen Duft-Öle und klaren Schnaps. Sie werden aber auch als Gewürz genutzt, vor allem für Fleischgerichte. Gut, dass die Insel nicht nur ein kulinarisches, sondern auch ein Dorado für Wanderer ist und die Berge nie weit sind – so bleibt die Figur bis zum Urlaubsende dann doch in Form.

Fotos: Marion Martin

Zum Blogbeitrag „Über den Dächern von Bastia“ >>

 

 

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